Luisehirsch
Drei Monate dauernde Nachsuche
Wie ein Hirsch drei Monate nach dem Schuss zur Strecke kam..

Mein erster Hirsch - Ende September 2011 war es soweit. Er stand im allerletzten Licht auf der Ralserwies. Mein Pirschführer Ernst gab ihn, den Zehner mit ganz wenig Auslage, zum Schuss frei. Es krachte - der Hirsch zog Richtung Waldrand! Ernst versuchte noch einen Schuss, bevor der Hirsch verschwand. Nachdem die Nachsuche ohne Erfolg blieb und lediglich an zwei Stellen einzelne Schweißtropfen zu finden waren, mussten wir annehmen, dass ich ihn nur gestreift hatte.
Drei Monate zogen vorüber. Am Stefanitag war Riegeln angesagt. Der damalige Nachsucher, der Toni, erblickte einen Hirsch, der augenscheinlich am Vorderlauf verletzt war und diesen schonte. Er erlegte ihn mit sauberem Blattschuss und es war tatsächlich der, auf den ich im September geschossen hatte. Ich wollte schon die Büchse an den Nagel hängen. Jedoch mein Ernst sagt: Das ist Jagd, und ehrlich - mit bestem Wissen und Gewissen wird versucht, anständig zu jagen. Solche Erlebnisse sollten mir erspart bleiben, jedoch nach gut zwanzig guten Schüssen hat es mich erwischt. Ich versuche, besser und besser zu werden.

Übrigens: Der Toni hat mir den Hirsch überlassen!
Danke, Toni!
Als weitere Erinnerung liegt die Hirschdecke nun beim Gerber meines Vertrauens, dem Martin Trenkwalder (www.gerberei-trenkwalder.at) der mir auch meinen ersten Fuchsbalg wunderbar gemacht hat!
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