Büffeljagd in Südafrika

Büffeljagd in Südafrika

 

Am 05. November 2010 war es soweit. Wir flogen von München nach Johannesburg und weiter nach Durban. Nach einer ca. 2 Stunden dauernden Autofahrt ins Landesinnere gelangten wir zu einer Lodge, in der wir die nächsten Tage verbringen sollten.

Nach zwei Tagen mit dem Jeep auf der Suche nach Büffelherden wurden wir fündig. Zuerst nahmen wir eine Büffelherde am Gegenhang wahr, sodann fuhren wir mit dem Jeep direkt auf eine Herde von männlichen Büffeln, die uns misstrauisch beäugten, sonst aber nicht so viel Notiz von uns nahmen, zu. Lediglich die jungen Bullen kamen ziemlich nahe an uns heran und überlegten, ob sie uns angreifen sollten.

 

Nachdem wir die Herde unbeschadet passiert hatten, stoppte der mitfahrende schwarze Begleiter die Fahrt und wies auf Büffel im rechtsseitigen Buschland hin. Wir machten Halt und pirschten in die Richtung, wo sich schwarze Flecken im Busch zeigten. Nachdem wir den Büffeln ziemlich nahe gekommen waren, setzten sie sich plötzlich in Bewegung und galoppierten 10 m an uns vorbei und blieben ca. 20 m von uns entfernt wieder stehen. Lediglich ein Büffelbulle am Ende der Herde erblickte uns und kam langsam, unter ständigem Schlagen der Hörner auf die Büsche, immer näher. Einer unserer Jagdbegleiter - Martin, ein vormaliger Ranchbesitzer - ermahnte uns zum Rückzug, da es immer gefährlicher wurde. Das Zurückschleichen gelang, so kam es nicht mehr zum Angriff durch den aggressiven Büffel.

Unser Jagdleiter, Ronny Rowland aus Namibia, sowie Ernst, der Büffeljäger, pirschten sich an einen alten Büffel heran. Dieser nahm sie auf, Ernst ließ fliegen, der Schuss saß genau im Todesdreieck  – der Büffel zeichnete und flüchtete! Ernst und Ronnie folgten. Jedoch kamen ein paar junge Büffel aus der Herde im Hintergrund auf sie zu und hinderten sie daran, die Verfolgung des verletzten Büffels aufzunehmen. Da es schon anfing dunkel zu werden, musste die Nachsuche aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

Am nächsten Morgen standen Ronny und Ernst wieder an der Stelle des Anschusses. Noch dabei war Brian, der Verwalter des Jagdgebiets, mit seinen beiden Hunden (Terrier).

Sie schlichen sich an das Gebiet, in dem sie den angeschossenen Büffelbullen vermuteten. Diesmal war die Situation so, dass die Herde weitergezogen war, sich der angeschossene Bulle im Busch versteckt hielt und auf die Jäger wartete. Die beiden Terrier holten ihn aus seinem Versteck, er griff an, doch dieses Mal zeigten die folgenden Schüsse ihre Wirkung. Er verendete mit einem minutenlang dauernden Brüllen, das dem Ernst durch Mark und Bein ging. Nun lag er da – der Dagaboy, ein wirklich alter Büffel! Ein aufwühlendes und unvergessliches Erlebnis!

 

 

Ernst Rattin

 

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