Rehbock nach Hundeattacke

Rehbock nach Hundeattacke

Am 22.2.2012 wurde ich um 15 Uhr von zwei Jungbauern (Zeller Rudi, Heisl Christa) angerufen.

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DER FUCHSBANDWURM

fuchsbandwurm

WIE GEFÄHRLICH IST ER FÜR UNS JÄGER WIRKLICH?

Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit der in Jägerkreisen nicht nur bekannt, sondern auch bei Beerensuchern, Pilz Sammlern und Landwirten mehr oder weniger auch gefürchtet ist. Die meisten Jäger haben es schon verinnerlicht, dass sie einem erlegten Fuchs nicht ohne Schutzmaßnahmen zu Leibe rücken dürfen; doch wo besteht eigentlich die Gefahr darin?

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BLAUZUNGENKRANKHEIT

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BLAUZUNGENKRANKHEIT – EIN BEITRAG ÜBER DIE „NEUE” KRANKHEIT BEI UNSEREM WILD?

WAS IST DIE BLAUZUNGENKRANKHEIT UND WIE WIRD SIE AUSGELÖST?

Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine Viruserkrankung der Wiederkäuer die von Insekten übertragen wird. Die Krankheit gehört zu den Tierseuchen und ist nicht ansteckend d.h. sie wird nicht von Tier zu Tier übertragen.Auslöser der Krankheit ist ein RNA-Virus, der ausschließlich durch Stechmücken der Gattung Culicoides den sogenannten Gnitzen übertragen wird. Die Gnitzen sind Zweiflügler (Diptera wie z.b. auch die Fliege) und gehören zu den Mücken. Im linken Bild ist eine Culicoides Mücke zu sehen.

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RÄUDE – ÜBERBLICK

WAS IST RÄUDE, WER LÖST SIE AUS?

Die Räude ist eine Hauterkrankung hervorgerufen von spinnenartigen Tieren, den Milben. Diese Milben können bei Gams und Fuchsbeständen starke Verluste auslösen und sind deshalb als Krankheitserreger nicht zu unterschätzen. Die Räude ist die Krankheit die die Populationsentwicklung beim Gamswild am stärksten beeinflussen kann. In ungünstigen Fällen können die Verluste bis zu 80% der betroffenen Population ausmachen deshalb wird die Räude auch zu den Wildseuchen gezählt.

Die Räude-Milben, übrigens Räude wird bei Menschen als Krätze bezeichnet, sind 0,2- 0,6mm groß und mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen.Die Krankheit kann auch auf den Menschen übertragen werden und wird dort als Scheinräude oder auch Krätze bezeichnet. Die Milben sind Parasiten, sind also großteils ihres Lebens vom Wirtstier abhängig, können aber auch kurze Zeit ohne Wirtstier übeleben. Im folgenden Bild ist eine Räude hervorrufende Milbe zu sehen.

Grabmilbe

Es gibt verschiedene Milbenarten. Eine davon ist die Sarcoptes Milbe (Sarcoptes rupicaprae) auch Grabmilbe genannt die Räude bei Gamswild und Fuchs auslöst. Grabmilbe wird sie deshalb genannt, weil sich die Milbe Gänge in die Haut des befallenen Tieres bohrt. In diesen Gängen die bis zur Lederhaut gehen, legen die Weibchen 20 bis 30 Eier aus denen nach 2-3 Tagen die Larven schlüpfen. Der gesamte Lebenszyklus beträgt 2-4 Wochen, wobei er bei höheren Temparaturen verkürzt ist.

Ausbruch und Übertragung der Krankheit ?
Warum werden aber unsere Wildtiere von den Milben befallen? Hierzu muß zuerst erwähnt werden das von den Wildtieren im Alpenraum der Räudebefall hauptsächlich bei Gamswild und Füchsen auftritt.
Für den Ausbruch der Krankheit wird vielfach eine Herabsetzung der Kondition und/oder Widerstandskraft der Tiere angenommen. Mangelhafte Ernährung, Vorerkrankungen und Stress erhöhen die Prädisposition. Jedoch steht auch mangelhafte Vitamin A Aufnahme bzw. Störungen in der Vitamin A Synthese als „Begünstiger” bzw. Auslöser der Räude in Verdacht.
Die Übertragung der Räude erfolgt entweder direkt über Körperkontakt, oder indirekt über Nutzung der selben Ruhelager. Um die direkte Übertragung bei Gamswild über Körperkontakt zu verhindern, wird als Sofortmaßnahme die Entfernung bzw. eine Verminderung der Salzlecken empfohlen. Hierbei muß jedoch erwähnt werden das lt. wissenschaftlicher Untersuchung in einem Versuchsgebiet in dem die Salzlecksteine mit Vitamin A angereichert wurden um 84% weniger Räudefälle auftraten, als in einem vergleichbaren Gebiet ohne Vitamin A Anreicherung der Salzlecksteine.

Wann tritt die Krankheit auf?
Räudeerkrankungen beim Gamswild treten nicht das ganze Jahr über gleich stark auf. Es sind jahreszeitliche Schwankungen zu beobachten. So ist ein ansteigen der Räudefälle im November, Dezember feststellbar mit einer Abnahme bis März und einem erneuten Anstieg im April und Mai danach ist eine mehr oder weniger gleichbleibende Krankheitsrate zu beobachten die dann im November wieder ansteigt.
Ein Unterschied bezüglich der Häufigkeit der Räudeerkrankung hängt auch vom besiedelten Habitat der Gams ab. So tritt bei Waldgämsen häufiger ein Räudebefall auf als z.b bei Gämsen oberhalb der Waldgrenze.

Beim durchlesen der verschiedenen Gams Monitoring Berichte fällt einem immer ein Punkt auf der eine starke Auswirkung auf das auftreten der Räude hat. Dies ist der Gamsbestand. So konnte in der Vergangenheit immer wieder gezeigt werden, dass eine Reduktion des Gamsbestandes auch einen Rückgang der Räudefälle hervorruft. Als Beispiel ein kleiner geschichtlicher Ausflug: so traten vor der Mitte des 19.Jahrhunderts in Bayern häufiger starke und ganze Populationen betreffende Räudeerkrankungen auf, jedoch wurde in Bayern zur Mitte des 19.Jahrhunderts das Jagdrecht geändert. Nun war es so, dass die Jagd durch den Grundeigentümer ausgeübt werden durfte. Dies hatte zur Folge das die neuen Jagdherren in manchen Gebieten den Gamsbestand stark dezimierten und in diesen kleinen Gamspopulation nahezu keine Räudefälle auftraten. Dies änderte sich erst 1958 wieder als die Bestände sich wieder gut erholt hatten und vom Berchtesgadner Land ausgehend die Räude sich wieder ausbreitete.

Als Hegemaßnahme von Räude erkranktem Gamswild, kommt leider nur der Abschuß in Frage. Im angehängten Bild ist eine Räudegams zu sehen.

Räudegams

Beim Gamswild ist wichtig, das man nicht den Wechsel der Winterdecke auf die Sommerdecke als vermeintlichen Räudefall im Frühstadium annimmt und so ein gesundes Stück als vermeintlich krank anspricht und fälschlicherweise erlegt.
In England werden Räude erkrankte Füchse die in der Nähe von Wohngebieten auftauchen, mit Medikamenten versehene Köder behandelt, mit außerordentlich guten Heilungserfolgen. Bei uns ist bei einem Fuchs mit Räudeanzeichen der Abschuß zu empfehlen um das Tier von seinem Leiden zu erlösen.

Der Jäger(In) hat die Möglichkeit durch seine Beobachtungen im Revier und setzen der entsprechenden Maßnahmen Räude-krankes Wild von seinem Leiden zu erlösen und diese Krankheit einzudämmen und einen gesunden (wenn auch reduzierten) Wildstand zu erhalten.

Ein Bericht von  Peter Thaler

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