Rückblick Bezirkshundetag
RÜCKBLICK AUF DEN BEZIRKSHUNDETAG DER NACHSUCHESTATION AM 3.JULI 2010 IN WESTENDORF/ WINDAUTAL/ GASTHOF GAMSKOGELHÜTTE
Bei herrlichstem Wetter haben wir am Samstag den 3.Juli 2010 im wunderschönen Windautal unseren Bezirkshundetag der Nachsuchestation Kitzbühel ab gehalten.
Neben unzähligen Mitgliedern, die Brixentaler Jagdhornbläser, Freunden des Hundesports und dem Kollegen der Nachsuchestation Kufstein Herrn Eisenmann Michael, den Obmann der Jagdaufseher des Bezirkes Kitzbühel Herrn Lerchster Balthasar in unserer Runde begrüßen dürfen.
Im Anschluss an meine Begrüßung sorgten die Brixentaler Jagdhornbläser mit ihren Einlagen für einen guten Start und einem würde vollen Rahmen.
Im Anschluss daran habe ich über organisatorischen Abläufe und Richtlinien in der Nachsuchestation gesprochen.
Ein weiterer Beitrag mit praktischen Beispielen aus meiner Praxis die Erklärung der wichtigsten Brüche, das Verhalten vor und nach dem Schuss, Ablauf und vorbereiten einer künstlichen Schweißfährte und über das vermeiden von Fehlern bei arbeiten auf die Schweißfährte.
Tipps und Tricks für bereits eingearbeitete Hunde die auch schon auf natürliche Fährten arbeiten.
Ein weiterer Punkt über den ich auch schriftliche Unterlagen zur Verfügung stellte beschäftigte sich mit erkennen und bewerten von Schusszeichen und Pirschzeichen.
Dieser Punkt Schusszeichen, Pirschzeichen und die daraus gewonnenen Erfahrungen würden viele Seiten Papier füllen können. Erst in der Praxis kann man gelerntes wieder erkennen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
Ein Tipp von mir:
- Jeden Anschuss bei dem man selber Weidwerkt oder Jagdgäste führt genau untersuchen und sich davon ein mögliches Bild machen.
- Wo könnte der Einschuss und wo könnte der Ausschuss liegen?
- Was habe ich alles an Pirschzeichen gefunden?
- Möglicher Schweiß und deren Färbung, Panseninhalt, Teile von Innereien, Schlaghaare, Schnitthaare, abstreifen an Gras und Pflanzen, Bodenverwundung, um nur einige zu nennen.
- Erst nach dem man sich selber Klarheit über gefunden Pirschzeichen gemacht hat weiter suchen und das Stuck im Anschluss daran versorgen.
- Diese Erkenntnisse können oft bei einer möglichen Nachsuche von Vorteil sein.
- Das genaue untersuchen des Anschusses ist die halbe Miete!
In der anschließenden Praxis konnten 5 Gespanne die vor bereiteten Übungsfährten zwischen 400 und 800 Meter aus arbeiten.
Durch die ernorme Hitze wurden unserer Jagdgefährten extreme gefordert. ´
Einige dieser Fährten führten über freie Flächen die in der prallen Sonne gelegen sind.
Hier wächst der Schweiß der maßen ein, dass es sogar für einen Profi äußerst schwierig ist auf der Fährte zu bleiben und diese zu halten.
Als Tipp für die Hundeführer:
Immer ausreichend Wasser für den Hund und für sich selber mit führen.
Ständiges Wasser geben und Ruhepausen einlegen für den Jagdgefährten ist ganz wichtig und notwendig.
Nicht der Passion des Hundes bei extremer Hitze nachgeben.
Hier ist die Vernunft des Hundeführers gefragt der muss die richtigen Entscheidungen treffen!
Wenn nötig ablegen auf der Fährte und ausreichend den Hund Wasser geben!
Erst nachdem der Jagdgefährte etwas zur Ruhe gekommen ist weiter arbeiten.
Man stelle sich vor eine Minute Nachsuche für den Hund ist gleich zu setzen wie 10 Minuten Marathonlauf für den Menschen.
Erst jetzt kann man ermessen was es heißt bei diesen Bedingungen zu arbeiten.
Eine Nachsuche sollte grundsätzlich nicht in der Mittagshitze durch geführt werden(niemals).
Warten bis zum späten Nachmittag!
Der Hund leidet stark an diesen extremen Bedingungen!
Bitte das bei den Nachsuchen berücksichtigen und beherzigen!
Trotzdem darf ich allen Hundeführern die Übungsfährten aus gearbeitet haben ein großes Lob aussprechen.
Alle Gespanne zeigten einen Riesen Eifer und ihr großes Geschick.
Weiter so!
Den Abschluss bildeten die Dankesworte für die Brixentaler Jagdhornbläsern,
Ossi Irrenberger der mit seinen Helfern die Fährten vor bereitet hat, den Jagdpächtern im Windautal, den Wirtleuten der Gamskogelhütte, Mitgliedern die durch ihr kommen ihren Beitrag geleistet haben.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen unfallfreie Jagderlebnisse, tolle und erfolgreiche Nachsuchen, einen guten Anblick und ein kräftiges
Weidmannsheil!
HORÜDHO!
Horst Kraißer
Obmann der Nachsuchestation Kitzbühel








