VORPRÜFUNG IN CAMPILL
Am 19. und 20.September 2009 fand die Vorprüfung für Schweißhunde in Campill/ Südtirol statt.
Unser neuer Gebietsführer Öttl Paul aus Strengen hat neben mir noch weitere fünf Richterkollegen eingeladen.

Für die Vorprüfung ist es erforderlich die künstlichen Schweißfährten laut Prüfungsordnung mindest Stehzeit von 20 Stunden am Vortag zu treten.
Die örtlichen Jäger unterstützten uns tatkräftig!

Am 19.9.09. haben wir die Fährten so gegen 14 Uhr vor bereitet.
Unsere Prüfungsordnung schreibt vor ¼ Liter Schweiß von Rotwild, Gamswild eventuell auch Schwarzwild zu verwenden.
Die dazupassenden Schalen und das Stuck sind für den Prüfungstag bereit zu stellen.
Auf einer Fährtenlänge von ca. 1.000 Meter werden 500 Meter mit Schalen und Schweiß, 400 Meter nur mit Schalen und 100 Meter vom letzten Wundbett mit Schalen und Schweiß die Prüfungsfährten vor bereitet.
Bei dieser Fährtenlänge sind zumindest zwei stumpfe Winkel ein zu bauen.
Das Gelände und der Bewuchs sollten einer natürlichen Fährte sehr ähnlich kommen.
Die sechs eingeteilten Richter bereiteten jeweils 2 Fährten für den nächsten Tag vor.
Am Prüfungstag nach anfänglicher Hektik mit den Papieren und ausfüllen der Prüfungsunterlagen wurden die Hundeführergespanne an den Prüfungsort gebracht.

An diesem Platz wurden die Prüfungsfächer
am Riemen fest ablegen
oder
Frei ablegen
sowie im Anschluss daran die
Schussfestigkeit der Hunde geprüft.
Im Anschluss daran teilten sich die Gruppen zu je zwei Gespanne, zwei Leistungsrichter und je zwei ortskundige Helfer auf.

Vor der Arbeit auf die künstliche Schweißfährte wurde von jedem Gespann die
Prüfungsfächer
Riemenführigkeit
oder
Folgen frei bei Fuß
unter verschiedenen Gegebenheiten geprüft.

Anschließend wurden die Prüfungsgegenstände
Riemenarbeit auf künstl. Schweißfährte
Freisuche (bestimmt der Hundeführer)
Verhalten am verendeten Stück geprüft.

Nachdem alle Prüfungsfächer erfolgreich durchgeführt wurden wieder die Zusammenkunft aller Teilnehmer und Richter am aus gemachten Ort.

Nach einer Richterbesprechung wurden die Ergebnisse in den Prüfungsformularen und Stammtafeln ein getragen.
Die Höchstnote bei voller Punkte Erreichung wären 208 Punkte.
Das erfordert sehr viel Talent des Hundes und äußerst viel Erfahrung vom Hundeführer. Ebenso muss die Vorbereitung auf die Praxiseinsätze bereits im Welpenalter in kleinen Übungseinheiten spielerisch und ohne Zwang erlernt werden. Ein Zusammenspiel zwischen den beiden ist nur dann möglich wenn viel Trainingseifer, der Ablauf eines Jagdtages, spielerisches erlernen, der nötige Gehorsam und das wecken seiner angewölften Eigenschaften kontrolliert gefördert werden.

Das Ziel muss es sein einen Jagdgefährten zu haben der das Interesse für die Jagd, die Freude an einer schwierigen Aufgabe spielerisch und mit höchsten persönlichem Einsatz erledigt!
Der Urinstinkt Beute machen und teilen mit seinem Herr’l – und nur mit seinem Herr’l!
Bei der anschließenden Abschlusszeremonie begleitete eine Jagdhornbläsergruppe die Preisverteilung und Verlesung der Ergebnisse.
Beeindruckend für mich war neben der erfolgreichen Prüfung auch die Teilnahme an der Hubertusfeier. Die große Abordnung der Jägerschaft dieser Regionen
verleiten der Feier einen würdigen Rahmen.
Ho’ RÜ Ho’
Weidmannsheil
Horst Kraißer – Leistungsrichter Schweißhunde


